Führung durch die Landesbibliothek
Februar 2014

 

 

 

 

Ausstellung "Übergang"
Hildegard Mittermair & Ernst Seemann

 

Fotos: Hildegard Mittermair & Ernst Seemann

 

Weihnachtsfeier 2014

 

 

 

 

 

 

Fotos: Hanspeter Kumpfmiller

 

 

Nachlese Fotoausstellung TOPOS

Eröffnung TOPOS

Foto: Hanspeter Kumpfmiller

"TOPOS oder die Veränderung der Landschaft - künstlerische Positionen zu einem aktuellen Thema"

Die Vernissage fand im Wissensturm Linz am Mo, 25. Feb. 2013 um 18.00 statt. Anschließend war die Ausstellung bis Di, 19. Mär. 2013 im Foyer-Bereich des Erdgeschosses und 1.Stocks zu sehen. Einladung

Nach 38 Jahren, die seit der Ausstellung „New Topographics: Photographs of a Man-Altered Landscape“ im George Eastman House in Rochester vergangen sind und zwei Jahre nach deren Reprise in der Landesgalerie Linz, nimmt eine Gruppe von Fotokünstlern des Art-Photo-Club Linz die Gelegenheit wahr, ihre Positionen zu dem seit 1975 immer noch aktuellen Thema zu zeigen. Der Bogen spannt sich von Arbeiten über den ländlichen bis zum urbanen Raum mit seinen spezifischen visuellen Eindrücken und Beobachtungen, die die Autoren zur Stellungnahme und Diskurs aufforderten.

Es entsteht somit ein weit gefasster Ein­blick in das aktuelle Geschehen, gleichsam eine Blitzlichtaufnahme, die die Entwicklung im überwiegend europäischen und spezifisch auch österreichischen Raum beispielhaft aufzeigt und den Umgang der Gesellschaft mit der Umwelt oft schonungslos dokumentiert. (H. K.)


Nachlese Foto-Diskussion

Diskussionsrunde

Foto: Alfred Karlinger

"Die Zukunft der Fotografie im Lichte aktueller Entwicklungen in Kunst und Gesellschaft."

Die Podiumsdiskussion fand am Fr, 11. Nov. 2011 von 19.00 bis 21.30 Uhr im Wissensturm Linz, Saal E09 mit Vertretern aus Kunst, Galerien, Medien, professioneller und Amateurfotografie und Dozenten der Fotografie statt. Programm

Erich Lessing zum Stand der Fotografie

Die Fotografie steht an einem Scheideweg, von dem wir noch nicht wissen, wohin er uns führen wird und was die digitale Fotografie anrichten wird. Zweifelhaft ist, ob die Bilderflut zu einer Verbesserung des Fotos geführt hat oder ob nicht die Qualität in der Masse untergeht.
Vielleicht geht in der Masse der Bilder auch das Bild unter, das uns eigentlich berühren sollte. Sind wie vielleicht schon zu abgestumpft und desinteressiert an den uns täglich gezeigten Dramen in aller Welt. Es ist eine neue Disziplinlosigkeit in der Fotografie entstanden, von der wir auch noch nicht wissen, wohin sie uns führen wird.
Auch wie in Zukunft Fotos noch von Redakteuren veröffentlicht werden sollen ist ungewiss – aber das Fernsehen wird die Fotografie nicht ersetzten, weil es ein ganz anderes Medium ist.

Thomas Hackl

Thomas Hackl thematisiert den geringen Stellenwert der Fotografie in Österreich gegenüber vielen Ländern in Europa und Übersee, besonders z. B. Tschechien, Frankreich, USA. Dies macht Österreich zu einem Eldorado für Sammler, da die Mitbewerber nicht sehr zahlreich sind. („Es kann eh´ jeder fotografieren, drum is‘ nix wert“ sei die landläufige Meinung)

Stefan Brunnhofer

Stefan Brunnhofer sieht aus seiner Sicht als Galerist keinen Unterschied, ob etwas in der einen oder anderen Technologie gemacht ist, ebenso wenig, wie dies in der Malerei wesentlich sei, um den Wert eines Bildes zu definieren. Die neuen Technologien haben dem Künstler, der ganz anders arbeitet als der Fotojournalist, viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten in die Hand gegeben und es ist nur die Qualität des Endproduktes entscheidend. Diese Qualität allerdings festzustellen, ist eine große Herausforderung, angesichts der Tatsache, dass die Fotografie erst 180 Jahre alt ist, die Malerei aber mehrere 1000 Jahren. Dies erschwert den Vergleich aus der Tradition heraus, aber in der Kunst geht es nicht immer um technische Perfektion, sondern um die Aussage der Arbeit.
In Österreich gibt es allgemein eine geringe Akzeptanz Neues in der Kunst anzunehmen und sich darauf einzulassen, dies beeinträchtigt auch den Verkauf von zeitgenössischen Kunstwerken.

Peter Huemer

Peter Huemer als Copy-Art und Mixed Media Künstler nimmt hier den Faden auf und erzählt von seinen Erlebnissen in Museen und Galerien, wenn er seine Werke vorgezeigt hat und auf deren Ursprung, einen Kopierer hinwies. Dies führte meist zur Ablehnung seiner Werke. Erst als er seine Arbeiten in kunsttheoretischer Fachsprache vermittelte und seine Ausstellungen selbst organisierte begann seine rege Ausstellungstätigkeit. Die Digitalisierung hat keinen besonderen Einfluss auf seine Arbeit bisher gehabt, mit Ausnahme der Beschaffung seines Rohmateriales, das er nun auch mit einer Digitalkamera fotografiert und deren erweiterte Möglichkeiten er durchaus schätzt.

Paul Stepanek

Paul Stepanek weist ebenfalls auf die erweiterten technischen Möglichkeiten der neuen Technologie hin und schätzt am meisten die hohe Lichtempfindlichkeit der neuen Kameras, die hilft in gewissen Situationen das Blitzlicht zu vermeiden.
Zur Kunstakzeptanz bemerkt er, dass die kunsttheoretische Fachsprache der Fachleute den Zugang zu Ausstellungsexponaten erschwert und die Kunstwerke deshalb nicht verstanden werden. Dies gilt auch für die Fotografie der Medienkünstler, die völlig anders geartet als die übliche Amateurfotografie, eine gänzlich andere Sprache spricht und die auch einer einfachen Erklärung zugänglich wäre, wenn man denn wollte.

 

Volker Weihbold

Der Redaktionsfotograf Volker Weihbold konnte zum Wandel der Technologien nicht viel beitragen, da er noch jung an Jahren, ausschließlich mit dieser Technologie bisher gearbeitet hat und in der schnelllebigen Zeit nur mehr mit der Digitalkamera seine Arbeit machen kann. Für ihn ist das Stand der Technik mit allen Vor und Nachteilen.

Erich Lessing im Gespräch mit Hanspeter Kumpfmiller





 

Abschließend meint
Erich Lessing:

Er meint es gäbe wohl keinen Abschluß, denn alles ist im Fluss, bei Bildern sollten wir entscheiden, was uns gefällt, die Zeit würde dann entscheiden, was Bestand hat. Dass Fotografien die immanente Eigenschaft der Reproduktion haben, hat Walter Benjamin schon hinreichend ausgeführt, das unterscheidet sie nun einmal von einem originalen Ölgemälde. In der Fotografie gibt es eben kein Original. Warten wir ab, was uns die Zeit bringen wird. (HPK)